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Ein im Jemen verschleppter Deutscher und drei weitere ausländische Helfer sind nach Angaben des Auswärtigen Amtes wieder frei. Man sei erfreut darüber, dass der Deutsche und die anderen Verschleppten wohlbehalten freigelassen worden seien, sagte eine Ministeriumssprecherin. Die vier befänden sich in der Obhut der Vereinten Nationen in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa.
Am Mittwoch hatte der jemenitische Energieminister Saleh Sumai, der mit den Entführern verhandelt hatte, bereits die Freilassung verkündet, dies war vom Auswärtigen Amt jedoch nicht bestätigt worden.
Die Gruppe war am Dienstag von bewaffneten Stammeskriegern in der Provinz Al-Mahwit verschleppt worden, die sie als Faustpfand für die Freilassung inhaftierter Stammesmitglieder benutzen wollten. Zu ihr gehören der Deutsche und seine Kollegen aus Kolumbien, dem Irak und den Palästinensergebieten sowie ihre beiden jemenitischen Fahrer.
Erst Mitte des Monats hatten bewaffnete Stammesangehörige im Jemen einen Norweger entführt, um einen Gefangenen aus der Haft freizupressen. Im Jemen sind Entführungen von Ausländern keine Seltenheit. Die verschiedenen Stämme sind schwer bewaffnet und legen in ihren Gebieten selbst die Gesetze fest. Mit Entführungen wollen sie gewöhnlich Druck auf die örtlichen Behörden ausüben. In den vergangenen 15 Jahren wurden mehr als 200 Menschen verschleppt, die meisten von ihnen kamen jedoch unversehrt wieder frei.
Zudem protestiert die Opposition seit einem Jahr gegen die Regierung von Präsident Ali Abdullah Saleh, der das arabische Land 33 Jahre regiert hat. Inzwischen ist er in den USA zu einer medizinischen Behandlung. Seit dem Beginn der Proteste wurden hunderte Menschen getötet.
[Bildunterschrift: Karte: Jemen/Region Saada ]
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