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[Bildunterschrift: Auf dem Kahlen Asten bei Winterberg genießen Skifahrer das Winterwetter. ]
Seit Tagen hat die sibirische Kälte Europa fest im Griff. Dramatisch ist die Lage in der Ukraine, wo bei bis zu minus 30 Grad bereits mehr als 40 Menschen erfroren sind. Aber auch in Deutschland gehen die Temperaturen immer tiefer in den Keller. In der Nacht zum Mittwoch seien die tiefsten Werte vor allem in Ostdeutschland gemessen worden, sagte Meteorologe Helmut Malewski vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach. Am kältesten sei es in der Nacht aber mit minus 15,9 Grad auf dem Großen Arber im Bayerischen Wald gewesen.
In den kommenden Tagen soll es noch frostiger werden: Das kräftige Hoch über Russland führt weiter sehr kalte und trockene Festlandsluft nach Deutschland. Nur die Alpenregion wird von einem Tief bei Italien beeinflusst, teilte der Deutsche Wetterdienst mit.
Das Hochdruckgebiet ändert seine Lage und Intensität nur wenig. So bleibt der Winter auf jeden Fall bis zum Wochenende. Selbst am Niederrhein liegen die Höchstwerte am Tag unter Null, im Osten Deutschlands sogar im zweistelligen Minusbereich. Am Donnerstag scheint teilweise die Sonne, teilweise bleibt es auch wolkig oder stark bewölkt und gelegentlich fällt in Süddeutschland sowie an der Küste etwas Schnee. An der Ostsee sind kräftige Schneeschauer möglich und bei böigem Ostwind kann der Schnee dort verwehen. Die Temperaturen liegen zwischen minus elf Grad im Osten und minus zwei Grad an der See.
[Bildunterschrift: Der Elbe-Lübeck-Kanal muss mit Eisbrechern freigehalten werden. ]
Der Eiswinter macht dem Schiffsverkehr auf Nord- und Ostsee erste Probleme. In Mecklenburg-Vorpommern lässt sich der Hafen von Stralsund inzwischen nicht mehr von Norden her ansteuern. Die Zufahrt vom Osten darf nur noch tagsüber genutzt werden. Die westlichen flachen Boddengewässer seien für Schiffe ganz geschlossen worden, teilte das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie am Mittwoch mit. Fünf Zentimeter dickes Eis bedecke die Gewässer zwischen den Inseln Rügen und Hiddensee.
Die beißende Kälte legt zudem viele Autobatterien lahm. Die ADAC-Pannenhelfer kommen mit ihren Einsätzen kaum noch nach. Gerade morgens, wenn die Autofahrer zur Arbeit wollen und ihre Fahrzeuge nicht anspringen, sei die Nachfrage besonders groß, sagte Jürgen Grieving vom ADAC. Mit bundesweit rund 20.000 Hilferufen genervter Autofahrer pro Tag sei die Nachfrage doppelt so groß wie sonst. Die Wartezeit könne bis zu zwei oder drei Stunden betragen.
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