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Weisband kandidiert nicht mehr

Der Rückzug der Vorzeige-Piratin

Die politische Geschäftsführerin der Piraten, Marina Weisband, will kürzer treten und hat deswegen ihren Verzicht auf eine zweite Amtszeit erklärt. Die 24 Jahre alte Psychologiestudentin gab auf der Internetseite der Piraten bekannt, dass sie "aller Wahrscheinlichkeit nach" im April nicht mehr für den Bundesvorstand kandidieren werde.

Marina Weisband
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Weisband kündigte ihren Rückzug an - will der Piratenpartei jedoch treu bleiben.

Neben gesundheitlichen Problemen macht Weisband den geplanten Abschluss ihres Studiums als Grund für eine einjährige Pause geltend - zurzeit schreibt sie an ihrer Diplomarbeit. Weisband, die seit vergangenem Herbst das mediale Aushängeschild der Partei geworden ist, erklärte: "Ich denke, es ist verantwortungsvoller, wenn ich langfristiger an meine Zukunft denke". Und dafür brauche sie einen Studienabschluss. Dennoch wolle sie sich weiter in der Partei engagieren.

Übrige Vorstandsmitglieder treten an

Die übrigen sechs Vorstandsmitglieder kandidieren erneut, darunter auch der Vorsitzende Sebastian Nerz und sein Stellvertreter Bernd Schlömer. Schlömer kündigte zudem an, auch gegen Nerz bei der Wahl zum Vorsitzenden antreten zu wollen. Diese Gegenkandidatur stehe jedoch "in keinem Zusammenhang mit einer Konkurrenz" zu Nerz, so Schlömer. Nerz sagte, dass sei "ganz explizit keine Kampfkandidatur". Der Partei solle vielmehr so die Möglichkeit gegeben werden, "die etwas unterschiedlichen Schwerpunkte, die Bernd und ich setzen, zu bewerten und selbst zu entscheiden".

Die Piratenpartei kommt am 28. und 29. April in Neumünster in Schleswig-Holstein zu ihrem Parteitag zusammen, eine Woche vor der Landtagswahl in diesem Bundesland. Dabei steht die jährliche Neuwahl des Vorstands an. Stimmberechtigt sind alle Mitglieder, die zur Versammlung erscheinen, ein Delegiertensystem wie bei anderen Parteien gibt es bei den Piraten nicht. Nach ihrem Erfolg bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus in Berlin im September 2011 hat die mit Internet-Themen groß gewordene Partei einen massiven Zuwachs registriert, zurzeit haben die Piraten nach eigenen Angaben 20.500 Mitglieder.

Piratenpartei verliert prominentes Aushängeschild
R. Geissler, ARD Berlin
26.01.2012 11:56 Uhr

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Stand: 25.01.2012 20:51 Uhr

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