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Eineinhalb Wochen vor der Wahl in Berlin hat die Piratenpartei gute Chancen, in das Berliner Abgeordnetenhaus einzuziehen. In der aktuellen ARD-Vorwahlumfrage von Infratest dimap im Auftrag der Tagesthemen gaben 6,5 Prozent der Befragten an, die Partei wählen zu wollen. Damit würde den Piraten erstmals der Sprung in ein Landesparlament gelingen.
Stärkste Partei bleibt laut der Vorwahlumfrage die SPD. Die Sozialdemokraten erreichten 29,5 Prozent der Stimmen und müssten damit im Vergleich zur Wahl 2006 nur einen leichten Verlust von 1,3 Prozentpunkten hinnehmen. Eine Fortsetzung der rot-roten Koalition wäre voraussichtlich aber nicht möglich. Die Linkspartei käme laut Umfrage nur auf 11 Prozent, 2,4 Prozentpunkte weniger als 2006.
Deutlich zulegen können laut Umfrage die Grünen. Sie erreichen demnach 20 Prozent. Das entspricht einer Steigerung um 6,9 Prozentpunkte. Lange lagen sie in den Umfragen vor der CDU. Das ist nicht mehr der Fall. Die Christdemokraten kommen in der aktuellen Umfrage auf 22 Prozent und wären damit ebenfalls ein möglicher Koalitionspartner für die SPD.
Der FDP steht dagegen erneut ein Debakel bevor. Die Liberalen landeten in der ARD-Vorwahlumfrage nur noch bei drei Prozent. Damit wären sie nicht mehr im Berliner Abgeordnetenhaus vertreten.
Möglich wären damit rechnerisch eine rot-grüne oder eine Große Koalition. Knapp die Hälfte (49 Prozent) der Berliner würde ein Bündnis zwischen SPD und Grünen bevorzugen. Dass eine Koalition aus SPD und CDU gut für Berlin wäre, glauben 32 Prozent. 22 Prozent der Wahlberechtigten halten eine schwarz-grüne Koalition unter Führung der CDU für eine gute Lösung. Über eine grün-schwarze Koalition unter Führung der Grünen denken dies 13 Prozent.
Auch bei einer Direktwahl der Kandidaten läge die SPD klar vorn. 56 Prozent der Befragten gaben an, sie würden für dem amtierenden Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit stimmen. Seine Herausforderin von den Grünen, Renate Künast, erhielte bei einer Direktwahl nur 18 Prozent der Stimmen. 21 Prozent der Berliner gaben an, dass sie sich spontan für keinen der beiden Kandidaten entscheiden würden.
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