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16.05.2012

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Inland
Wahl in Berlin
ARD-BerlinTrend: Piraten nehmen Kurs auf Abgeordnetenhaus
ARD-BerlinTrend zur Abgeordnetenhauswahl

Piraten nehmen Kurs auf Abgeordnetenhaus

Eineinhalb Wochen vor der Wahl in Berlin hat die Piratenpartei gute Chancen, in das Berliner Abgeordnetenhaus einzuziehen. In der aktuellen ARD-Vorwahlumfrage von Infratest dimap im Auftrag der Tagesthemen gaben 6,5 Prozent der Befragten an, die Partei wählen zu wollen. Damit würde den Piraten erstmals der Sprung in ein Landesparlament gelingen.

Fortsetzung von Rot-Rot voraussichtlich nicht möglich

Stärkste Partei bleibt laut der Vorwahlumfrage die SPD. Die Sozialdemokraten erreichten 29,5 Prozent der Stimmen und müssten damit im Vergleich zur Wahl 2006 nur einen leichten Verlust von 1,3 Prozentpunkten hinnehmen. Eine Fortsetzung der rot-roten Koalition wäre voraussichtlich aber nicht möglich. Die Linkspartei käme laut Umfrage nur auf 11 Prozent, 2,4 Prozentpunkte weniger als 2006.

Grüne mit deutlicher Steigerung - auch CDU legt zu

Deutlich zulegen können laut Umfrage die Grünen. Sie erreichen demnach 20 Prozent. Das entspricht einer Steigerung um 6,9 Prozentpunkte. Lange lagen sie in den Umfragen vor der CDU. Das ist nicht mehr der Fall. Die Christdemokraten kommen in der aktuellen Umfrage auf 22 Prozent und wären damit ebenfalls ein möglicher Koalitionspartner für die SPD.

Der FDP steht dagegen erneut ein Debakel bevor. Die Liberalen landeten in der ARD-Vorwahlumfrage nur noch bei drei Prozent. Damit wären sie nicht mehr im Berliner Abgeordnetenhaus vertreten.

Mehrheit für rot-grüne Koalition

Möglich wären damit rechnerisch eine rot-grüne oder eine Große Koalition. Knapp die Hälfte (49 Prozent) der Berliner würde ein Bündnis zwischen SPD und Grünen bevorzugen. Dass eine Koalition aus SPD und CDU gut für Berlin wäre, glauben 32 Prozent. 22 Prozent der Wahlberechtigten halten eine schwarz-grüne Koalition unter Führung der CDU für eine gute Lösung. Über eine grün-schwarze Koalition unter Führung der Grünen denken dies 13 Prozent.

Auch bei einer Direktwahl der Kandidaten läge die SPD klar vorn. 56 Prozent der Befragten gaben an, sie würden für dem amtierenden Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit stimmen. Seine Herausforderin von den Grünen, Renate Künast, erhielte bei einer Direktwahl nur 18 Prozent der Stimmen. 21 Prozent der Berliner gaben an, dass sie sich spontan für keinen der beiden Kandidaten entscheiden würden.

Direktwahl Regierender Bürgermeister Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Wer würde von den Wählern zum Regierenden Bürgermeister gewählt, wenn es eine Direktwahl gäbe? ]

Mehr zum Thema:

Landtagswahl Berlin 2011
Weitere Meldungen Berlin hat gewählt Informationen zur Abgeordnetenhauswahl [rbb]

Untersuchungsanlage:

Grundgesamtheit: Wahlberechtigte Bevölkerung in Berlin (Deutsche ab 18 Jahren)
Stichprobe: Repräsentative Zufallsauswahl / Randomstichprobe
Erhebungsverfahren: Computergestützte Telefoninterviews (CATI)
Fallzahl: 1000 Befragte
Erhebungszeitraum: 06. bis 08. September 2011
Fehlertoleranz: 1,4* bis 3,1** Prozentpunkte
* bei einem Anteilswert von 5%, ** bei einem Anteilswert von 50%
 
Stand: 08.09.2011 22:25 Uhr
 

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