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12.03.2010

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Inland
Pisa
Pisa-Studie: Deutsche Schüler erstmals über Durchschnitt
Pisa-Studie 2006

Naturwissenschaften gut, Lesen und Mathe ausreichend

Physikunterricht in einer zehnten Klasse in Bremen (Foto: ASSOCIATED PRESS) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Physikunterricht in einer zehnten Klasse in Bremen ]
Sechs Jahre nach dem Pisa-Schock haben deutsche Schüler bei der jüngsten Bildungsstudie der OECD einen Rang oberhalb des Durchschnitts erreicht. In der Pisa-Studie 2006 belegt die Bundesrepublik Platz acht unter den 30 untersuchten Staatan. Dennoch sehen die OECD-Bildungsforscher wenig Verbesserungen, denn beim wichtigen Leseverständnis sowie in der Mathematik gebe es kaum messbare Fortschritte. So erreichten die deutschen 15-Jährigen im Lesen 495 Punkte und befinden sich damit wie schon 2003 im OECD-Durchschnitt. Das gleicht gilt für Mathematik: Auch dort liegen die deutschen Schüler mit 504 Punkten weiter knapp über dem Mittelwert.

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Gut in lebensnahen Naturwissenschaften

Erfreulich seien dagegen die eindeutigen Stärken des deutschen Schulsystems mit einem lebensnahen Unterricht in den Naturwissenschaften, so die OECD-Forscher. Im Bereich Naturwissenschaften als Schwerpunkt der aktuellen Untersuchung liegen Deutschlands 15-Jährige im oberen Drittel und damit erstmals deutlich über dem Durchschnitt. Allerdings liege dies vor allem an einem neuen Erhebungskonzept, das Stärken des deutschen Bildungssystems betone. Bei den Fragen, die Schüler sowohl bei den Tests im Jahr 2003 als auch im Jahr 2006 beantworten mussten, zeigten sich keine bessere Ergebnisse.

Interview:

Dieter Lenzen (Quelle: David Ausserhofer, FU Berlin)
Weitere Meldungen "Wandel braucht eine Generation" Sind deutsche Schüler nun besser geworden oder nicht? Darüber sprach tagesschau.de mit dem Berliner Erziehungswissenschaftler Lenzen. [mehr]

Migrantenkinder hängen zweieinhalb Jahre hinterher

Auch der aktuelle Pisa-Bericht zeigt erneut den engen Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Schulerfolg. Danach ist die Schulsituation für Ausländerkinder der zweiten Generation in keinem anderen Industriestaat der Welt so problematisch wie in Deutschland. In der Bundesrepublik geborenen Kinder von Migranten lägen mit ihren Lernleistungen im Schnitt knapp zweieinhalb Schuljahre hinter ihren gleichaltrigen deutschen Mitschülern zurück. In punkto Chancengleichheit habe Deutschland noch große Defizite abzubauen, heißt es in dem Bericht.

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Bundesbildungsministerin Annette Schavan erklärte: "Wir sind auf einem guten Weg, aber es gibt keinen Anlass, mit den Anstrengungen nachzulassen."

Pisa-Studie alle drei Jahre

Schulkinder im Klassenraum (Foto: dpa) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Ferien-Förderunterricht in Hessen. 2.4.2007 ]
Die OECD untersucht bei Pisa international die Leistungen 15-jähriger Schüler. Die Tests werden im Abstand von drei Jahren für die Bereiche Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften vorgenommen. Dabei werden jeweils unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt. Zudem werden Hintergrundmerkmale von Elternhaus, Unterricht und Schule untersucht. Bei Pisa 2006 waren weltweit mehr als 400.000 Schüler aus 57 Staaten getestet worden.

Stand: 04.12.2007 13:43 Uhr
 

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