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Anschlag in Damaskus

Bürgerkrieg in Syrien

Viele Tote bei Autobombenanschlag in Damaskus

In der syrischen Hauptstadt Damaskus sind bei einem Autobombenanschlag zahlreiche Menschen getötet und verletzt worden. Mindestens 53 Tote und 208 Verletzte meldete das syrische Staatsfernsehen. Die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte, deren Angaben von unabhängiger Seite nicht überprüft werden können, spricht von 64 Toten.

Sowohl die Regierung unter Präsident Baschar al Assad als auch die gegen die Assad-Führung kämpfende Opposition verurteilten den Anschlag. Es war das schwerste Attentat in Damaskus seit Mai vergangenen Jahres; damals waren bei einem Doppel-Selbstmordanschlag in der Hauptstadt 55 Menschen getötet worden.

Die offizielle Nachrichtenagentur Sana hatte am Morgen eine "terroristische Explosion" gemeldet, bei der es "eine große Zahl" von Verletzten und Toten gegeben habe. Zum Zeitpunkt des Anschlags herrschte im Geschäftsviertel Masraa reger Betrieb. Der Attentäter zündete seine Bombe an einer Absperrung aus Betonblöcken. Die Wucht der Explosion zerstörte den Eingang der Baath-Parteizentrale.

Im Fernsehen waren zerstörte und brennende Autos und beschädigte Gebäude zu sehen sowie blutüberströmter Opfer. Eine Rauchwolke stand über dem Anschlagsort. Laut dem staatlichen Fernsehsender Al Echbarija waren unter den Opfern auch Kinder. In der Nähe des Anschlagsortes befinde sich eine Schule.

Zu den Anschlägen bekannte sich zunächst niemand.

Schwerer Anschlag im Zentrum von Damaskus
tagesschau 14:00 Uhr, 21.02.2013, Thomas Aders, ARD Kairo

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Botschaftsgebäude beschädigt

Russische Nachrichtenagenturen berichteten, die Fenster der russischen Botschaft in Damaskus seien zerborsten. Es sei aber keiner der Angestellten verletzt worden, und die Arbeit in der Botschaft werde fortgesetzt, berichteten die Agenturen RIA Nowosti und Interfax unter Berufung auf russische Diplomaten. Als eines von wenigen Ländern unterhält Russland noch diplomatische Beziehungen zu Syrien.

Damaskus blieb bislang von schweren Gefechten im syrischen Bürgerkrieg weitgehend verschont, doch mehrere Regierungsgebäude wurden in der Vergangenheit zum Ziel von Bombenanschlägen.

In Syrien dauert der Aufstand gegen Staatschef Assad seit März 2011 an. Bei Kämpfen zwischen Rebellen und der Armee wurden nach Angaben der UNO bislang mehr als 70.000 Menschen getötet.

Helfer tragen einen Mann vom Ort des Autobombenanschlags in Damaskus weg.
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Helfer tragen einen Mann vom Ort des Autobombenanschlags in Damaskus weg.

Stand: 21.02.2013 18:07 Uhr

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