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Die meisten Menschen haben den Sturm "Katrina" lebend überstanden, aber viele wissen nicht, wann sie wieder nach Hause können. Ganze Landstriche stehen unter Wasser, vielerorts ist der Strom ausgefallen. Hier schreiben tagesschau.de-User, wie es ihnen nach dem Sturm ergangen ist.
Barbara Zewe Weaver ist mit ihrer Familie nach Greenville (Missouri) geflohen. Sie schreibt: "Ich wohne seit 2001 in Kenner, das ist der westlichste Stadtteil von New Orleans. Wir haben am Montagabend über Radio erfahren, dass unser Stadtteil ganz unter Wasser steht. Wir wohnen im 2. Stock und hoffen nur, dass die Fenster und das Dach noch existieren, sonst haben wir alles verloren. Wir arbeiten im Hafen von New Orleans, der warscheinlich für Wochen stillgelegt sein wird. Es wird für die nächsten Wochen keinen Strom und kein fließendes Wasser in unserem Viertel geben. Ich stehe in Kontakt mit meiner Familie in Deutschland und ich bin froh zu hören, dass die deutschen Medien weniger Panik verbreitet haben, als die US-Medien. Wir sitzen hier vor dem Fernseher und schütteln den Kopf, wenn wir unsere Stadt sehen - und der Reporter keine Ahnung hat, wovon er spricht und somit nur mehr Panik verbreitet.“
[Bildunterschrift: In Miami durchqueren einige Bewohner die überfluteten Straßen. Hier wütete der Hurrikan Katrina bereits am Samstag, den 27.08.2005. ]
Yves Damoiseau, Student aus Baton Rouge schreibt an tagesschau.de: "Wir waren hier nicht allzusehr von 'Katrina' betroffen. Einige Bäume sind umgeknickt, Zäune umgerissen worden und die Stromversorgung war für einige Stunden unterbrochen. Beindruckt bin ich vor allem von der Reaktion der Menschen hier. Alle, die ich gesehen habe, nehmen die Situation sehr gelassen und das Gefühl gegenseitiger Hilfsbereitschaft ist allgegenwärtig. Als wir mit dem Auto unterwegs waren, fiel mir auf, dass die Menschen sehr bedacht unterwegs sind. Selbst an großen Kreuzungen funktioniert der Verkehrsfluss trotz des Ausfalls der Ampelanlagen und ohne Polizeipräsenz sehr gut.“
David Johansen ist deutscher Polizist und macht gerade ein Austauschpraktikum bei der Polizei in Miami. Er schreibt, dass viele seiner Kollegen am Dienstag nicht zur Arbeit kommen konnten, weil sie sich um ihre beschädigten Häuser kümmern müssen. "Die Schäden sind allgegenwärtig. Heruntergerissene Ampeln und entwurzelte Bäume prägen das Stadtbild von Miami, besonders im Süden der Stadt. Die Officers sprechen oft über die Auswirkungen des Sturms 'Andrew', dies scheint ein wirkliches Trauma zu sein. Einige meiner amerikanischen Kollegen haben Verwandschaft in dem jetzt betroffenen Gebiet und keinerlei telefonischen Kontakt."
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