Dossier
Weltgipfel in Tunis
Information für alle
Mehr als 15.000 Teilnehmer sowie Staats- und Regierungschefs aus über 50 Staaten haben sich in Tunis zum Weltinformationsgipfel getroffen. Ein Schwerpunkt war die Überwindung der so genannten digitalen Kluft. Am Ende bekannten sich die Teilnehmer zum Internetzugang für alle Erdenbürger, der Weg dorthin bleibt aber steinig.
Internationales Treffen in Tunis
Die Teilnehmerstaaten des Weltinformationsgipfels wollen die Kluft zwischen arm und reich beim Zugang zu Informationen verkleinern und die Informationsgesellschaft internationalisieren. In Tunis beschlossen sie eine umfassende Agenda zur Erreichung dieser Ziele.
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UN-Informationsgipfel in Tunis
Er kostet nur 100 Dollar und wird über eine Handkurbel mit Strom versorgt: Der Laptop der US-Eliteuniversität MIT soll auch den Menschen in den armen Ländern ermöglichen, bald im Internet zu surfen. Auf dem Informationsgipfel in Tunis wurde der Computer offiziell vorgestellt.
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Informationsgesellschaft oder Wissensgesellschaft?
Bis 2015 soll jedes Dorf der Welt ans Internet angeschlossen sein - so das vor zwei Jahren vereinbarte Ziel. E-Bildung, E-Government und E-Gesundheit sollen dann zu den weltweiten Standards gehören. Wie das erreicht werden kann, ist allerdings unklar.
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Kompromiss beim UN-Informationsgipfel
Der Streit um die Macht im Internet ist erst einmal beigelegt: Die Kontrolle über das Adressensystem bleibt vorerst in den Händen der USA. UN-Generalsekretär Annan lehnte eine von der Uno geführte "Internet-Regierung" ab. Ein internationales Forum diskutiert aber weiter über ein neues Management.
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Bundesnetzagentur sieht Erfolge bei Gipfel
Matthias Kurth, der Präsident der Bundesnetzagentur, sieht im Kompromiss um die Verwaltung der Internetadressen einen ersten Erfolg des Weltinformationsgipfels. Zumindest sei es dadurch gelungen, den Streit im Vorfeld zu beenden.
[dradio]
Interview mit denic-Vorstand Dolderer
Im Vorfeld des Gipfels in Tunis war die seit Jahren andauernde Diskussion um die Macht im Internet erneut entbrannt. In der Kritik ist die US-Regierung. Es heißt, sie wolle ihre Kontrolle nicht aufgeben. Doch welche Macht hat die Regierung wirklich? Und welche Lösungen wären besser?
[dw-world]
Tunesische Journalistin kritisiert UN-Entscheidung
Ausgerechnet Tunesien wurde zum Austragungsort für einen Weltinformationsgipfel auserkoren: In kaum einem Land kann man sich so schwer informieren wie hier. Tunesien ist ein Polizeistaat mit allmächtiger Zensur, Folter und Korruption, berichtet Rüdiger Maack aus Tunis.
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Willkür in Tunesien
Wer in Tunesien das Internet benutzt, hat nicht viel davon: Der Versand von E-Mails dauert oft Ewigkeiten, weil der Zensor mitliest. Webseiten, die von Demokratie und Menschenrechten handeln, sind gesperrt. Weil sie sich angeblich per Internet zu Terrorakten verabredet haben, sind sieben jugendliche Internetsurfer zu langen Haftstrafen verurteilt worden, berichtet Rüdiger Maack.
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