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Luftwaffe Frankreich in Mali

Militäreinsatz gegen Islamisten in Mali

Frankreich wappnet sich gegen Racheakte

Aus Angst vor Racheakten von radikalen Islamisten hat Frankreichs Präsident Hollande die Sicherheitsvorkehrungen in seinem Land erhöht. Er wies Regierungschef Jean-Marc Ayrault an, den Schutz von Regierungsgebäuden sowie des öffentlichen Nahverkehrs zu verstärken. Grund sind der Kampfeinsatz des französischen Militärs in Mali sowie die gescheiterte Geiselbefreiung in Somalia. Radikale Islamisten hatten deshalb Vergeltung angekündigt.

Krise in Mali: Französische Luftwaffe drängt islamistische Kämpfer zurück
tagesthemen 23:15 Uhr, 12.01.2013, Vivienne Rademacher, ARD Paris

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Dutzende Tote bei Kampfeinsätzen

Bei den Kampfeinsätzen sollen dutzende Menschen ums Leben gekommen sein. Nach Angaben der malischen Armee starben bei Luftangriffen durch französische Kampfjets mehr als hundert Islamisten. Die französische Armee erklärte den Tod von mindestens zwei ihrer Soldaten.

In Mali sei ein Hubschrauberpilot im Gefecht mit den mutmaßlich von Al-Kaida-Kämpfern angeführten Aufständischen gestorben.

Präsident Hollande im Elysée-Palast in Paris.
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Präsident Hollande erhöhte die Sicherheitsvorkehrungen im Land.

Dennoch verkündete die französische Regierung erste Erfolge im Kampf gegen die islamistischen Rebellen. Die Luftwaffe habe die Aufständischen zum Rückzug aus der Stadt Konna im Landesinneren gezwungen. "Wir haben unsere Gegner gestoppt und ihnen schwere Verluste zugefügt", sagte Hollande. Zugleich betonte er, dass Frankreichs Einsatz "noch nicht beendet" sei. Aufgabe sei nun, den Weg für den Einsatz einer afrikanischen Eingreiftruppe, die vom UN-Sicherheitsrat genehmigt wurde, zu ebnen.

Tote bei Geiselbefreiung

Im etwa 5000 Kilometer weiter östlich gelegenen Somalia kam bei einer versuchten Geiselbefreiung durch das französische Militär mindestens ein französischer Soldat ums Leben. Hollande erklärte: "Der Einsatz hat keinen Erfolg, trotz des Verlusts zweier unserer Soldaten und zweifellos auch der Hinrichtung der Geisel." Ein französischer Soldat starb bei dem Einsatz, ein zweiter gilt seitdem als vermisst.

Frankreichs Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian (rechts) während einer Pressekonferenz in Paris
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Verteidigungsminister Le Drian (rechts) sagte, die Geisel in Somalia sei "ohne Zweifel" tot.

Bei der Operation in Buula-Marer, rund 110 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Mogadischu, starben nach Angaben von Anwohnern auch fünf Zivilisten und mehrere Al-Schabaab-Kämpfer. Das französische Militär sprach von mindestens 17 getöteten Rebellen. Die Geisel, ein französischer Geheimdienstagent mit dem Decknamen Denis Allex, sei bei der "extrem gefährlichen Mission" von den Entführern umgebracht worden, sagte der französische Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian.

Sorge um französische Geiseln

Mit dem militärischen Eingreifen in Mali wuchs in Paris die Sorge um französische Geiseln in der Region. Die Entführten sind teilweise seit Jahren in muslimisch geprägten Ländern Afrikas verschleppt. Die nordmalische Islamistengruppe Ansar Dine drohte in einer Erklärung allen in der muslimischen Welt lebenden Franzosen Vergeltung für das Eingreifen der französischen Streitkräfte an.

Angesichts der jüngsten Entwicklungen hat EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso angekündigt, zu Gesprächen nach Paris zu reisen. Das bestätigte die Kommission in Brüssel. Im Mittelpunkt dürfte die Lage in Mali stehen. Die Europäische Union plant derzeit keinen Kampfeinsatz unter EU-Flagge in Mali. Sie will aber etwa 200 Militärberater entsenden, die malische Soldaten auf den Kampf gegen Rebellen vorbereiten sollen. Auch Bundeswehr-Soldaten sollen zu den Ausbildern zählen. Großbritannien versprach Frankreich logistische Unterstützung, will aber keine eigenen Soldaten in den Kampf schicken.

Lage in Mali
M. Dugge, ARD Rabat
12.01.2013 12:15 Uhr

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Stand: 12.01.2013 23:12 Uhr

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