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Gewalt in Afghanistan
Taliban greifen US-Stützpunkt an
NATO-Soldaten haben einen Taliban-Angriff auf einen Flughafen und einen nahegelegenen Militär-Stützpunkt in der Provinz Nangarhar im Osten Afghanistans abgewehrt. Nach ersten Erkentnissen seien dabei acht Angreifer getötet worden, teilte die von der NATO geführte Internationale Afganistan-Schutztruppe ISAF mit. Augenzeugen sprachen von bis zu zehn getöteten Angreifern. Bei einem der Toten handelte es sich offenbar um einen Selbtsmordattentäter. Er hatte der ISAF zufolge einen Sprengstoffgürtel getragen.
Ein Taliban-Sprecher sagte, 14 Kämpfer mit Sprengstoffwesten hätten den Stützpunkt gestürmt und Dutzende ausländische und afghanische Soldaten getötet. Laut NATO habe es unter den ISAF-Soldaten und den afghanischen Sicherheiskräften jedoch keine Toten gegeben. Zudem waren die Angaben der Aufständischen zu solchen Angriffen in der Vergangenheit meist unzuverlässig. Der Angriff auf den Flughafen in Dschalalabad und den Stützpunkt in Behsud ereignete sich am neunten Jahrestag des Sturzes der Taliban.
Anschlag im Einsatzgebiet der Bundeswehr
Im Norden des Landes sind unterdessen bei einem Bombenattentat mindestens acht Menschen ums Leben gekommen. Auf einem belebten Markt in der Provinz Kundus, dem Einsatzgebiet der Bundeswehr, explodierte ein Sprengsatz. Dieser soll in einem Motorrad versteckt gewesen sein. Sechs Zivilisten und zwei lokale Sicherheitskräfte wurden dabei getötet, sagte der Polizeichef der Provinz. Ein Behördensprecher sagte, Ziel des Anschlags sei ein örtlicher Milizenführer gewesen, der dabei ums Leben gekommen sei. Zunächst bekannte sich niemand zu der Tat. Sie ähnele aber früheren Anschlägen der radikalislamischen Taliban, so der Sprecher.
Stand: 13.11.2011 21:11 Uhr
